Information Nr. 7

 

Pfaus Ehrenmitglied

Pressetext

Was letztjährig beantrag wurde, fand dieses Jahr durch die offizielle Schlussfassung seinen Abschluss. wurde, Denn die Versammlung beschloss einstimmig Manfred Pfaus zum Ehrenmitglied mit der Bezeichnung Ehrenvorsitzender des Vereins Eiermann-Magnani Dokumentationsstätte Hettingen zu ernennen. Damit wird der überaus große Einsatz über all die Jahre um das ganze Projekt gewürdigt von Manfred Pfaus wie Roland Linsler in seiner Laudation feststellte. Wollte man die vielen Initiativen die von Manfred Pfaus ausgingen hier auflisten würde dies den üblichen Rahmen sprengen. Deshalb war es auch nicht verwunderlich, als er sich nach Eintritt in den Ruhestand in einem neuen Aufgabenfeld betätigte.

Auslöser war die Einweihung der Heinrich-Magnani-Gedenkstube 2007. Er war fasziniert von der Priesterpersönlichkeit Heinrich Magnani und dem genialen Architekten Egon Eiermann. So hatte Manfred Pfaus im Frühjahr 2008 die Initiative ergriffen und in Hettingen mit Gleichgesinnten den Verein "Eiermann-Magnani Dokumentationsstätte" gegründet, mit dem Ziel, das einzige fast im Originalzustand befindliche Haus in der Hettinger Siedlung, vor dem Verscherbeln einerseits und vor dem Zerfall andererseits zu bewahren.

Mit großem Engagement ging Manfred Pfaus an die herausfordernde Arbeit. In ungezählten Telefonaten, Briefen und E-Mails an Behörden bat er um Unterstützung für dieses Projekt. Doch zuerst musste man das Geld auftreiben, um das Anwesen in der Hettinger Adolf-Kolping-Straße 29, kaufen zu können. Dank seiner weitreichenden Beziehungen gelang es Pfaus in kürzester Zeit das Vorhaben "Kauf des Hauses" abzuschließen - im November 2011 war es soweit.

Sponsoren gesucht

Nun galt es Sponsoren zu suchen. Dabei gelang es Pfaus die Wüstenrot-Stiftung ins Boot zu holen. Diese Stiftung, die in ganz Deutschland kulturelle Bauwerke saniert, hat sich auf Anraten ihrer Architekten der Sanierung des Hauses angenommen. Da man nun in die Zielgerade einbiege und den Einweihungstermin im Visier habe, so Roland Linsler, dürfe Manfred Pfaus mit großer Genugtuung auf sein Werk, das er so maßgeblich initiiert und mit viel Engagement und Herzblut betrieben habe, zurückblicken.

"Deshalb hat der Vorstand des Vereins Eiermann- Magnani Dokumentationsstätte Hettingen beschlossen, Manfred Pfaus für sein außergewöhnliches Wirken um das Projekt Siedlungshaus Hettingen die Würde eines Ehrenvorsitzenden zu verleihen", so der Roland Linsler unter dem Beifall der Versammlung.

Dank

Manfred Pfaus, der seit September in Berlin wohnt, bedankte sich, ließ noch einmal einige Episoden Revue passieren. "Ich habe diese Arbeit sehr gerne gemacht". So Pfaus abschließend.

KM

 

 

Würdigung des stellv. Vorsitzenden Roland Linsler in der Mitgliederversammlung

Wahl von Manfred Pfaus zum Ehrenmitglied mit dem Titel Ehrenvorsitzender

"Sehr geehrte Vereinsmitglieder,

erlauben Sie mir, dass ich etwas weiter aushole, um insbesondere unseren auswärtigen Vereinsmitgliedern die historischen Gesamtzusammenhänge unserer Vereinsgeschichte aufzeigen zu können. 

Es war das Jahr 1998 als sich Karl Mackert zusammen mit weiteren Hettinger Persönlichkeiten wie Adolf Mackert, Alfred Kern, Emil Mackert, Willi Ellwanger, Erich Wünst und Martin Kirchgeßner getroffen und die Interessengruppe „100 Jahre Pfarrer Heinrich Magnani“ gegründet haben.

Zu Erinnerung an den langjährigen Hettinger Ortspfarrer Geistlicher Rat Pfarrer Heinrich Magnani wurde im Juli 1999 ein Festgottesdienst zelebriert und ein Gedenkstein in der Heinrich-Magnani-Straße eingeweiht.

Im Rahmen des ebenfalls durchgeführten Festaktes wurde die Ausstellung „Eine Gemeinde erinnert sich“ mit den von Karl Mackert aus den unterschiedlichsten Archiven zusammengetragenen Dokumenten und Informationen im Lindensaal erstmals der Öffentlichkeit präsentiert.

Nach Beendigung dieser 8-tägigen Ausstellung wurden die Ausstellungstafeln zunächst über mehrere Jahre im Hettinger Rathaus eingelagert, bis die ortsansässige Werbeagentur Jürgen Blatz 2007 die gesammelten Informationen auf Schautafen übertragen hat.

Am 28.September 2007 wurden die neuen Schautafeln im Lindensaal ausgestellt und von Pfarrer Peter Schoisengeyer geweiht.

Beim anschließenden gemütlichen Beisammensein gingen Manfred Pfaus und Altbürgermeister Josef Frank auf Karl Mackert zu, mit der Idee, einen Verein zu gründen, um das Wirken von Pfarrer Heinrich Magnani und Prof. Egon Eiermann für die Nachwelt festzuhalten.

Und von diesem Tag an kam Bewegung in die Sache.

Manfred Pfaus war es, der sich spontan dem Thema angenommen hat und sofort erste Überlegungen anstellte, wie das Schaffen von Egon Eiermann und Heinrich Magnani am Beispiel der Hettinger Siedlung noch eingehender gewürdigt und der Nachwelt erhalten werden könnte.

In der für ihn typischen Art und Weise lud er ohne lange zu zögern, bereits am 03. November 2007 die aus seiner Sicht wesentlichen Entscheidungsträger und Persönlichkeiten aus Hettingen und der Umgebung zu einem ersten Zusammentreffen in den Hettinger Bürgersaal ein, wo er sein Vorhaben vorstellte.

Es folgen in kurzer zeitlicher Abfolge zwei/drei weitere – ebenfalls von Manfred Pfaus initiierte – Zusammentreffen.

Und nur wenige Monate später – am 14. März 2008 - wurde unser Verein die „Eiermann-Magnani-Dokumentationsstätte“ e.V. gegründet, mit Manfred Pfaus als Vereinsvorsitzenden.

 

Dank seiner vielfältigen Kontakte in die verschiedensten politischen, kulturellen und gesellschaftlichen Kreise ist es Manfred Pfaus gelungen, wichtige Projektpartner wie z.B. die Wüstenrot-Stiftung und das „Haus der Geschichte“ für unser Projekt zu begeistern. Nur durch die konzeptionellen, ideellen und auch finanziellen Unterstützungen der genannten Projektpartner sowie weiterer Sponsoren war es uns überhaupt möglich, unser „Siedlungshäuschen“ zu erwerben und nun zu einem überregional bedeutenden Museum zu entwickeln.       

Selbst in Phasen in denen es Manfred Pfaus gesundheitlich nicht gut ging, hat er das Projekt mit großem persönlichem Einsatz kontinuierlich vorangetrieben, ständig auch auf der Suche nach neuen Sponsoren, die uns bei der Realisierung finanziell unterstützen.

Es gab Phasen da verging kaum ein Tag ohne dass ich mehrere E-Mail von Manfred Pfaus in cc erhalten habe. Es müssen hunderte von E-Mails sein, die er während seiner Zeit als Vorsitzender der Eiermann-Magnani-Dokumentationsstätte e.V. erstellt und versandt hat.

So ganz nebenbei hat Manfred Pfaus in stundenlanger Fleißarbeit - aus dem Nichts heraus – in professioneller Art und Weise kostenlos den aktuellen  Internetauftritt unseres Vereins aufgebaut und bis zum heutigen Tag gepflegt.

Wie jede markante Persönlichkeit hat auch Manfred Pfaus in seiner Funktion als Vereinsvorsitzender seine Ecken und Kanten gezeigt, an denen sich so Mancher – auch in unserem Vereinsvorstand - gerieben hat.   

Wäre der aus persönlichen Gründen erfolgte Umzug von Manfred Pfaus und seiner ebenfalls sehr geschätzten Ehefrau Margot nach Überlingen nicht erfolgt, so wäre er sicherlich auch heute noch in unserem Vereinsvorstand aktiv, da es ihm stets ein großes Anliegen war und ist, dieses Projekt – das auch ein Stück weit sein Projekt war und ist - einem erfolgreichen Ende zuzuführen. Davon bin ich felsenfest überzeugt. 

Die Umgestaltung des ehemaligen Siedlungshäuschen in ein ausgewöhnliches Museum, das das Zusammenwirken des Pfarrers Heinrich-Magnani und des weltberühmten Architekten Prof. Egon Eiermann bei der Errichtung der Hettinger Siedlung dokumentiert und dabei die auch heute wieder brandaktuellen Themen der Integration und Wohnraumschaffung für Flüchtlinge aufgreift, ist ganz maßgeblich der Person Manfred Pfaus zu verdanken. 

Ohne die Initiative und das Engagement von Manfred Pfaus würden wir definitiv heute nicht hier sitzen und uns auf die nunmehr absehbare Eröffnung eines – nicht nur für Hettingen -  einmaligen Museums freuen.

Lieber Manfred, herzlichen Dank für dein großes Engagement in dieser Sache, du hast mit diesem Museum etwas geschaffen, was auch für zukünftige Generationen stets eng mit deinem Namen verbunden bleiben wird.

In Würdigung dieser besonderen Verdienste schlage ich der Mitgliederversammlung sehr gerne vor, dich zum Ehrenmitglied mit dem Titel Ehrenvorsitzender zu ernennen."