Pressebericht 16.11.2015

 

„Ein kleiner Verein leistet Großes“

 

Hettingen (KM) Der gemeinnützige Verein Eiermann-Magnani-Dokumentationsstätte e.V. (EMD-Verein) zog in seiner Mitgliederversammlung in Hettingen die Arbeitsbilanz 2015. Der Vorsitzende des Vereins, Manfred Pfaus, konnte zahlreiche Mitglieder und Gäste begrüßen.

 

Bereits vor der Versammlung waren Mitglieder und Gäste eingeladen, den fast abgeschlossenen Sanierungsstand des Eiermann-Magnani-Hauses (EM-Haus) zu besichtigen. Die Experten erläuterten die vollzogenen Arbeiten. Von besonderem Interesse waren Erlebnisschilderungen früherer Bewohner und Nachbarn. Es kam die Anregung auf, viele noch lebende Zeitzeugen zusammenzurufen um authentische Berichte aus den 40er und 50er Jahren auszutauschen und zu notieren. (Fotos???)

 

„Ein kleiner Verein leistet Großes“, dieses Resümee zog der Geschäftsführer der WÜSTENROT STIFTUNG, Philipp Kurz, in seinem Statement, das er als Gast der Mitgliederversammlung für die Stiftung vorgetragen hat. Dabei galt sein besonderer Dank Manfred Pfaus, dem Initiator des Ganzen. - Die WÜSTENROT STIFTUNG ist Partner des Vereins und fördert die Reparatur und Sanierung des Eiermann-Magnani-Hauses (EMHaus) mit großem Engagement.

 

Dem hier ausgesprochen Lob schloss sich Bürgermeister Roland Burger an und stellte das Projekt in die Reihe der großen kulturellen Stätten in der Stadt und im ganzen Land.

 

Nach den Regularien und Berichten, in denen auch Mitgliederzuwachs verzeichnet ist, berichtete der Vorsitzende über die Schwerpunkte der Arbeit im Berichtsjahr, die er bis ins Detail darlegte. Er nannte die Vorgaben vieler Behörden, insbesondere des Landesdenkmalamts, und die Schwierigkeiten, die damit verbunden sein können. Von besonderer Bedeutung sei, dass das Haus der Geschichte (HDG) das Projekt als mustergültig bezeichnet und die Konzeption der Dokumentation ohne Kostenrechnung übernimmt.

 

Pfaus fasste Ziel und Motivation der Vereinsgründung zusammen: „Mit dieser Dokumentationsstätte werden die Baugenialität des Ideengebers und Organisators, Pfarrer Heinrich Magnani, und des ebenso genialen Architekten Egon Eiermann, unter Einbindung der damaligen Dorfgemeinschaft, eine Siedlung der interessierten Öffentlichkeit vorgestellt.“ Es werde Zeugnis gegeben, wie man nach dem II. Weltkrieg in der Provinz und auf kleinsten Raum durch selbstlosen Einsatz einer ganzen Gemeinde und in christlicher Verantwortung der Wohnungsnot begegnete. Damit bekomme das Projekt eine hohe Aktualität.

 

Die Vor-Ort-Architektin, Alexandra Wolfram, sowie Projektleiter Thomas Knappheide unterrichteten über den Stand der bis dato abgeschlossenen baulichen Arbeiten und über die anstehende Gestaltung der Garten– und Außenanlage sowie die wärmetechnische Versorgung des Hauses.

 

Wolfgang Vögele, Beisitzer und gleichzeitig Vorsitzender der Egon-Eiermann-Gesellschaft erläuterte die museale Konzeption der im kommenden Jahr zu realisierenden Dokumentationsstätte und über die ausgezeichnete Zusammenarbeit mit dem HDG bei der Erarbeitung der Konzeption. - Für die Finanzierung dieses zweiten Teils des Projekts, das auf ca. 60.000 Euro veranschlagt ist, müsse der Verein aufkommen.

 

Die damit verbunden Finanzperspektive stand auch im Mittelunkt des Kassenberichts von Schatzmeister Roland Linsler , sowie des Berichts des Kassenprüfers Reinhold Erg, der mit Adolf Mackert die Kasse geprüft hatte. Dieser Finanzbericht führte zur die einstimmigen Entlastung der Vorstandschaft.

 

Vorsitzender Manfred Pfaus dankte den Berichterstattern und schlug vor, im Rahmen der nächsten Mitgliederversammlung die Zahl der Vorstandsmitglieder von jetzt 5 auf 7 zu erhöhen und jedem Vorstandsmitglied einen bestimmten Arbeitsbereich zu übertragen. Einstweilen sollen sachverständige Personen den Vorstand unterstützen. Die Versammlung sprach in besonderer Weise dem Vorsitzenden das Vertrauen aus, auch wenn dieser inzwischen mit Hauptwohnsitz in Überlingen lebt.

 

Mit dem Dank an alle, die sich für das herausfordernde Projekt einbringen, wies der Vorsitzende auf die Notwendigkeit hin, Spender und Sponsoren zu gewinnen, und schloss. KM

 

 

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