Info Nr. 4

 

Bautafel steht.

Die denkmalschutzrechtliche Genehmigung liegt vor.

Das restauratorische Konzept steht weitgehend.

Bauphysik ist wichtiger Planungsbestandteil.

Die Ausschreibung für einzelne Gewerke werden vorbereitet.

Förderung beantragt.

 

Die Bautafel steht.

 

Seit Ende November erläutert eine Bautafel das Projekt und stellt dar, wer am Projekt beteiligt ist. Auch die Sponsoren und Förderer sind aufgeführt.

 

 

Die denkmalschutzrechtliche Genehmigung liegt vor.

Diese Genehmigung musste nach den einschläggen Bestimmungen beim Landratsamt beantragt werden. Mit Rückhalt durch die obere Denkmalschutzbehörde ist die Genehmigung Mitte November eingegangen.

Dies bedeutet, dass die im Zuge der Umwandlung des Siedlungshauses (jetzt Eiermann-Magnani-Haus) vom Wohnhaus zur Dokumentationsstätte notwendig werdenden Arbeiten, die auch in die Baustruktur eingreifen können, durchgeführt werden dürfen.

 

 

Das restauratorische Konzept steht weitgehend.

Im Zuge der Besichtigungen und denkmalbezogenen und restauratorischen Analysen muss sich die Bauherrengemeinschft im Einvernehmen mit den Restauratoren und Denkmalfachleuten aus den Behörden entscheiden, in welchem bautechnischen Zustand die Dokumentationsstätte gestaltet werden soll.

 

Hierzu gibt es die beiden Extrempositionen:

a) Zustand, wie er bei der Übernahme des Gebäudes 2011 durch den Trägerverein angetroffen wurde.

b) Zustand, wie er beim Erstbezug 1947 von den Bewohnern angetroffen bzw. gestaltet wurde.

Jetzt hat man sich weitgehend der Position b) genähert.

 

Vorausgegangen sind eingehende Untersuchungen, etwa der Wände, der Fenster, der Böden und der Einbaumöbel. Zum Teil wurde bis zu fünfmal überstrichen. Ergebnis: Die Räume waren ursprunglich in einem beigen Farbton gehalten, die Fenster waren in weiß gestrichen, die Böden waren in Naturfraben konverviert, die vielen Einbaumöbel wurden  in beigetönen lackiert.

 

Jetzt können auf dem Boden der gewonnenen Erkenntnisse, die Ausschreibungstexte für die ausführenden Arbeiten geschrieben werden.

Restauratorin Silke Böttcher (links) erläutert den Wandaufbau im EG. Neben ihr: Geschäftsführer Philip Kurz, Wüstenrot Stiftung, Architektin Alexandra Wolfram, Projektsteuerer Thomas Knappheide, Restaurator Böttcher, Prof. Berthold Burkhardt, Dr. Dörthe Jakobs.

 

 

Bauphysik ist wichtiger Planungsbestandteil.

Zu den untersuchenden und planenden Fachleuten gehören auch Bauphysiker. Sie stellen die Wechselwirkungen zwischen den Baumaterialien und dem physikalischen Zustand des Gebäudes dar. Hierzu gehört das Wärme-/Kälteverhalten der Materialien, die Luftfeuchtigkeit und Temperaturschwankungen und letztlich die abschätzbare Dauerhaftigkeit der Materialien bzw. ihre Reparatutnotwendigkeit.

 

Der Bauphysiker Erik Fischer (Büro Kurz & Fischer, Beratende Ingenieure für Bauphysik, Winnenden) hat eine hohe Luftfeuchtigkeit festgestellt. Die Baubiologin und Restauratorin Dr. Stefanie Scheerer, Stuttgart, hatte bereits intensiven Schimmelbefall konstatiert. Wesentliche Ursachen:

  • runf 10jähriges Leerstehen und
  • unsachgemäß angebrachte Styropur-Dämmplatten

 

In der Konsequenz muss bereits während der Bauphase, insbesondere später bei der Nutzung für eine anhaltende Temperierung gesorgt werden. Insoweit wurde das vorgefundene Heizsystem auf weitere Einsatzmöglichkeit geprüft werden. Ergebnis: der zentrale Warmluftofen in völlig korrodiert. Dadurch ergibt sich die Notwendigkeit, entweder

  • elektrisch zu temperieren (einfach aufzustellen, aber sehr teuer) oder
  • im UG eine Öl- oder Hackschnitzel-Terme einzurichten mit Heizwasserkonvektion im EG.

Der Bauphysiker wird Ausschreibungsunterlagen erstellen.

und Luftqualität einerseits und die Folgen für die Materialien

 

 

Die Ausschreibung für einzelne Gewerke werden vorbereitet.

Die Architektin Alexandra Wolfram wird nun sikzessive die Ausschreibungen für die ausführenden Gewerke vorbereiten. Das wird nicht einfach, weill sich viele Arbeiten nicht völlig präzise beschreiben lassen. Deshalb wurde bei den Beratern und bei örtlichen bzw. regional wirkenden Handwerkern Rat eingeholt.

 

Für die Bauherrengemeinschaft gilt das Selbstverständnis, dass nach Möglichkeit mindestens bei 3 potenziellen Anbietern angefragt werden muss, ob und zu welchen Konditionen die ausgeschriebenen Arbeiten ausgeführt werden können. Dabei gilt für die Vergabe, dass nicht nach dem billigsten sondern nach dem besten Angebot entschieden wird.

 

Förderung beantragt.

Der Trägerverein hat für die prognostizierten hohen Investitionen (Größemordnung 200.000 EUR) Förderantrag nach dem baden-württembergischen Denkmalschutzprogramm beim Regierungspräsidium Karlsruhe gestellt. Dem Vernehmen nach, stehen die Aussichten für 2014 nicht schlecht.