Info Nr. 2

 

Eiermann-Magnani-Dokumentationsstätte
kommt der Verwirklichung näher.

 

Die Wüstenrot Stiftung steigt ein.

 

Manfred Pfaus und der gesamte Vorstand wiedergewählt.

 

Hettingen. Der Hettinger Verein „Eiermann-Magnani-Dokumentationsstätte“ hat eine gute Nachricht zu vermelden: Die Wüstenrot Stiftung, Ludwigsburg, nimmt die Wiederherstellung des denkmalgeschützten Siedlungshauses in der Adolf-Kolping-Straße 29 in ihr Denkmalprogramm auf. Der Vorsitzende des vor vier Jahren in Hettingen gegründeten Vereins, Manfred Pfaus, konnte dies bei der Jahresmitgliederversammlung Ende Oktober 2012 mitteilen. Dort wurde dies mit großer Freude und großem Applaus aufgenommen.

 

Der Vorsitzende konnte dem eigens zur Versammlung angereisten Geschäftsführer, Philipp Kurz, den Dank für die großartige Nachricht persönlich übermitteln. Dieser war gerne nach Hettingen gekommen und bestätigte die gute Nachricht. Es handle sich dabei nicht um eine, wie immer geartete Bezuschussung des Vereinsprojekts, sondern um die Übernahme aller Planungen und Aufwendungen zur Wiederherstellung des Anwesens, einschließlich Garten und Schuppen. Er stellte das Hettinger Projekt in den prominenten Reigen der Gebäude, die bereits Bestandteil des Denkmalprogramms sind. Zur Dokumentation dessen übergab er jedem Teilnehmer den Jahresbericht 2011/2012, in dem das Projekt bereits erwähnt ist. Es werde in Kürze ein Vertrag über die Zusammenarbeit von Wüstenrot Stiftung und dem Verein zu vereinbaren sein, bei dem, wie erklärt, keine Probleme im Weg stehen dürften. Am Ende werde in einem formellen Akt die Unterzeichnung vollzogen, bekanntgegeben und gefeiert.

 

Im weiteren Verlauf der Mitgliederversammlung stellte jedes Vorstandsmitglied seinen Hintergrund für die Mitwirkung im Verein dar: Der stellv. Vorsitzende Thomas Jurgovsky, berichtete, auch als Vorstand der Familienheim-Baugenossenschaft Buchen-Tauberbischofsheim, dass sich die „Familienheim“ in der Nachfolge der seinerzeit von Pfarrer Magnani gegründeten „Neue Heimat“ sieht. Er würdigte die seitherige Arbeit als fruchtbringend und positiv im Blick auf die Notwendigkeit, die Lebenswerke von Heinrich Magnani und Egon Eiermann mit wissenschaftlicher Präzision darzustellen.

 

Architekt und Stadtplaner Wolfgang Voegele stellte, auch als Vorstand der Egon-Eiermann-Gesellschaft, den Zusammenhang und die Zusammenarbeit zwischen der Egon-Eiermann-Gesellschaft (EEG) und dem Hettinger Verein dar. Die Aufgabengebiete deckten sich, hinsichtlich des Schaffens von Egon Eiermann. Vorstand und Mitglieder der EEG stünden voll hinter dem Hettinger Projekt und fördern es. Er berichtete auch, dass es 2010/11 Vorstandssitzungen gegeben habe, die, weil keine Fortschritte erkennbar waren, fast zur Auflösung des Vereins geführt habe. 

 

Vorstandsmitglied Karl Mackert rief, auch als Vorstandsmitglied des Heimatvereins Hettingen, die Vorgeschichte des heutigen Projekts in Erinnerung, bei der Sondierungen des Heimatvereins eine große Rolle spielten,
das Siedlungshaus zu sichern. Er betonte, dass dass Projekt keine Einzelleistungen der Namensgeber unseres Projekts abbilden, sondern dass
vielmehr der Pfarrer Magnani in seiner großartigen seelsorgerischen Arbeit über
den Kontakt zum damaligen fürs Bauen im Kreis Buchen zuständigen Architekten
Eiermann und in der Mobilisierung der ganzen Dorfbevölkerung für die Heimatvertriebenen zu sehen ist.

 

Roland Linsler, auch als Ortschafts- und Stadtrat, stellte fest, dass die Ortschaftsverwaltung Hettingen voll hinter dem Projekt stehe. Dies gelte auch für die Stadt. Die Benennung der Siedlung als „Eiermann-Magnani-Siedlung“ und unseres Hauses als „Eiermann-Magnani-Haus sei gebilligt, Die Umbenennung der Kolpingstraße in Eiermannstraße habe dagegen aus verschiedenen Gründen keine Chance. Er würdigte die sächliche Unterstützung, die unser Verein erfahren habe. - Wie seine Vorredner stellte er den Einsatz und die Arbeit des Vorsitzenden als vorbildlich dar.

 

Es folgten die üblichen Regularien: der vom Schatzmeister Roland Linsler vorgetragene Bericht zur Kassen- und Vermögenslage, der Bericht der Kassenprüfer Reinhold Erg und Adolf Mackert , schließlich mit dem Dank für die geleistete Vorstandsarbeit, die Entlastung des Schatzmeisters und des gesamten Vorstands.

 

Vorstandswahl

Die danach fällige Vorstandswahl ergab keine Veränderungen. Einstimmig wurden wieder gewählt:

  • Manfred Pfaus, Vorsitzender,
  • Thomas Jurgovsky, stellv. Vorsitzender,
  • Roland Linsler, Schatzmeister,
  • Karl Mackert und
  • Wolfgang Vögele, Beisitzer,
  • sowie die beiden Kassenprüfer Reinhold Erg und Adolf Mackert.

 

Beirat 

Abschließend teilte Manfred Pfaus mit, dass der Vorstand in seiner satzungsmäßigen Zuständigkeit beschlossen habe, einen Beirat gemäß § 10 der Vereinssatzung zu berufen. In den Beirat sollen insbesondere Vertreter von Institutionen berufen werden, die kraft ihrer Zuständigkeit mit Sozial- und Baugeschichte einerseits und mit Erziehung und Bildung andererseits zu tun haben.

 

Dank

Er dankte allen Spendern und Sponsoren, die dazu beigetragen haben, dass das Siedlungshaus vom Verein erworben und der jetzige Projektstand erreicht werden konnte. Er dankte den Mitgliedern für ihr Bekenntnis zum Verein.